"Wilde" Tiere

Wenn man in Costa Rica auf die Strasse geht, sollte man immer darauf gefasst sein, mindestens 10 Tieren zu begegnen. Anfangs hat mir das etwas Angst gemacht, aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt und kümmere mich genausowenig wie die Ticos um eine Kuh im Vorgarten. Denn das kommt hier vor. Genauso wie wilde Pferde, die plötzlich die Strasse kreuzen oder Hühner, die durch den Supermarkt rennen. Und seitdem die Regenzeit eingesetzt hat, vermittelt noch etwas anderen des stetigen Eindruck, man wäre im Zoo: die wunderschönen Schmetterlinge, die man im Deutschland nur im Tropenhaus findet. Hier flattern die einfach durch die Gegend, ins Klassenzimmer, aufs Bett.... Ich bin immer total begeistert von den riesigen Grössen und den wunderschönen Mustern und will sofort meine Kamera holen, was meine Freunde seltsam finden, denn es sind doch "nur ganz normale Schmetterlinge". Sie teilen genausowenig meine Faszination für die kleinen Geckos, die Leguane oder die Kolibris, die ich im Garten beobachten kann. Zum Glück teilt meine Gastschwester aber die Abneigung gegen Schlangen und giftige Skorpione, sodass wir nach 5 Uhr nachmittags die Tür zumachen, um diese ungebetenen Gäste draussen zu behalten. Trotzdem schüttel ich meine Schuhe nach wie vor zweimal aus, bevor ich sie anziehe, denn auf einen Skorpionbiss kann ich gut verzichten - ich hatte nicht geplant, dass schöne Krankenhaus von Nicoya von innen zu sehen. Da sind mir die Schwetterlinge doch lieber. 

6.6.07 21:45

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