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Kleiner Ratgeber für Costaricareisende.

Einige Dinge, die man wissen sollte, wenn man nach Costa Rica fährt.

1. Die Ticos sehen sich selber als "americános" (Amerikaner) an, wollen aber mit den Leuten aus den Vereinigten Staaten (estadosunidenses, oder einfach gringos) nichts tun tun haben.

2. Man sitzt hier alle Leute, selbst den Ehepartner und den Hund, deshlab sollte man nicht versuchen, jemandem das "du" anzubieten.

3. Man benutzt nicht die Formel Señor Jimenez, wie man im deutschen Herr Meyer sagt, sondern als Respektanrede für Männer "don" und für Frauen "Doña" plus den Vornamen.

4. Obwohl Costa Rica in der Karibik liegt, sollte man eine Jacke mit in den Urlaub nehmen, denn im Valle Central und bei den Vulkanen kann es ziemlich kalt werden.

5. Man sollte IMMER Antimückenspray benutzten, vorallem in Guanacaste und Puntarenas und ganz besonders in Limón!! Morgens nach de Aufstehen und im Lauf des Tages mehrmals nachcremen. (Mein Tipp: Off Deep Woods, das hält alles ab)

6. Egal wie alt man ist, als Frau wird man hier in Geschäften oder im Taxi oft mit "niña" (kleines Mädchen) angeredet, oder auch mit "mi reina" (meine Königin) oder "mi amor" (mein Schatz). Das ist normal und sollte einem keinen Grund zur Sorge geben.

7. Wenn man ein Haus oder Geschäft betritt sagt man bis 12md "Buenas Dias", bis 6pm "Buenas Tardes" und danach "Buenas Noches". Oft wird auch nur die kurzform "Buenas" gebraucht.

8. Man begrüsst sich hier unter Männern mit Händeschütteln, unter Frauen mit einem Küsschen auf die rechte Wange und den Worte ¿Cómo está? Auf diese obligatorische Frage erwartet man keine ehrliche Antwort, sondern nur ein zu einem einzigen Wort zusammengezogenes - Bien, gracias, ¿usted?

9. Man sollte als Ausländer klarmachen, dass man KEIN Gringo ist, sondern Europäer.

10. Taxis sind hier weinrot und tragen die gelbe Aufschrift Taxi, jedenfalls die registrierten. Als Ausländer sollte man sich an die halten und die unregistrierten "Piratas" vermeiden. Es ist sinnvoll, den Taxifahrer zu bitten, das Taxometer einzuschalten, weil man sonst schamlos abgezockt wird. (Man sagt: - Ponga la marea, por favor.) Der tazifahrer wird warscheinlich sagen, dass das nicht funktioniert, doch wenn man Anstalten macht, auszustiegen, repariert es sich meist auf wundersame Weise.

11. In San José sollte man nachts nicht durch die Strassen laufen, wenn man Ausländer ist, ganz besonders nicht an der grossen Bushaltestelle, der "coca cola".

12. Wenn man im Restaurant eine Cola bestellt, wird man seltsam angeschaut (Man bittet damit um eine Zopfgummi) Wenn man allerdings eine Coca verlangt, bekommt man tatsächlich das Getränk gebracht.

13. Man sollte nie die Kamera oder das Handy allzu offensichtlich zeigen und auch keinen teuren, echten Schmuck tragen.

14. Blonden Frauen wird hier "macha" hinterhergerufen, am besten ignoriert man das einfach.

15. Wenn ein Huas keine Klingel hat (wie die meisten hier) ruft man "upe" oder schlägt das Schloss an den Zaun, um auf sich aufmerksam zu machen.

16. Man sollte nie erwähnen, dass Deutschland eine bessere Fussballmannscjft hätte als Costa Rica - mit dem Fussball sind die Ticos sehr eigen.

17. Wenn man sich auf dem Weg schnell mal etwas zu trinken oderzu essen kaufen will, tut man das in der Pulperia oder dem Minisuper. (in grossen Supermärkten muss man immer seine Tasche abgeben, was ziemlich viel Zeit in anspruch nimmt)

18. "Trinken" heisst hier "tomar" und nicht wie in Spanien "beber", Kartoffeln sind "papas" und ein Auto ein "Carro".

19. Man sollte immer einen Regenschirm dabeihaben, oder jedenfalls in der Regenzeit.

20. Die 5-colon-Münzen sind tatsächlich echt, auch wenn sie wie Spielgeld aussehen.

21. Drogerieartikel kauft amn hier in der "Farmacia", die gleichzeitig auch Apotheke ist.

22. Streunde Tiere auf der Strasse sind ganz nornal, auch Prefrede oder Kühe.

23. Im Bus sollte man sich immer an den Gangplatz setzen. Was in Deutschland als unhöflich gilt, ist hier eine Vorsichtsmassnahme für Touristen: Wenn der Sitznachbar plötzlich ein Messer aus der Tasche zieht und Geld fordert, kann man der Situation am Gangplatz schnell entfliehen - am Fensterplatz ist das nicht möglich.

24. Die Ticos sind stolz auf ihr Land und ihre Kultur und nehmen einem das Wort "entwicklungsland" sehr übel.

25. Die Ticos sind gastfreundliche, hilfsbereite Menschen, die den Toursiten ihr land zeigen wollen. Wenn man um Hilfe bittet, wird man die finden.

1 Kommentar 28.2.05 17:13, kommentieren